Wieviel CO2 erzeugt eine Webseite?

Hier kannst Du einfach eine Web-Adresse eintippen und berechnen, wieviel CO2 durch einen Seitenaufruf erzeugt wird:

Wie funktioniert das?

Wir haben diesen Rechner selbst entwickelt. Er berechnet sein Ergebnis in diesen Schritten:

  1. Als erstes wird die Seite selbst abgerufen.
  2. Dann werden alle Dateien ermittelt, die zum Darstellen der Seite nachgeladen werden müssen, z.B. Bilder, Schriftarten, kleine Programme usw.
  3. Die Größe all dieser Dateien wird summiert und ergibt die Anzahl der heruntergeladenen Kilobytes und die Anzahl der Anfragen.
  4. Wir berechnen die verbrauchte Energie als 1,805 kWh/GB. Dazu ermittelten wir die gesamte durch Kommunikation verbrauchte Energie aus dem Artikel On Global Electricity Usage of Communication Technology: Trends to 2030 von Anders Andrae und Tomas Edler (allerdings ohne Produktionsenergie) zu rund 2000 TWh. Dann haben wir aus dem Artikel How to stop data centres gobbling up the world’s electricity die gesamte übertragene Informationsmenge zu 1.1 ZB (1.1*1021 Byte) entnommen. Dividiert man die beiden Zahlen, kommt man auf 2*1012 kWh / 1.1*1012 GB = 1.805 kWh / GB.
  5. Damit haben wir die Energie (in kWh), die der Aufruf gekostet hat.
  6. Als nächstes fragen wir bei der Datenbank der Green Web Foundation nach, ob die Server für die genannte Webseite mit grünem Strom versorgt werden oder nicht.
  7. Um die CO2-Menge zu berechnen, nutzen wir Zahlen der International Energy Agency: Falls grüner Strom zum Einsatz kommt, sind das 33.4 g CO2 / kWh, sonst 475 g CO2 / kWh.
  8. Damit haben wir dann die Anzahl Gramm CO2, die durch den Aufruf erzeugt werden. Zur Einordnung vergleichen wir sie mit einer Statistik an Webseiten von https://www.websitecarbon.com, die ebenfalls einen CO2-Rechner gebaut haben.

Insgesamt erreichen wir damit natürlich keine Zahl, die auf die letzte Nachkommastelle genau ist. Aber für eine Einschätzung der Effizienz der Seite reicht die Rechnung allemal.

Was kann man tun?

Zunächst einmal kann man sich natürlich einen grünen Hoster suchen.

Dann gilt es, die Anzahl der nachgeladenen Dateien und ihre Größe zu minimieren.

Lustigerweise ist das genau das, was du auch tun musst, um deine Webseite schnell zu bekommen. Denn schnelle Webseiten lieben nicht nur deine Besucher, sondern vor allem auch Google. Deshalb gibt es Pagespeed Insights (aka Lighthouse), wo du schauen kannst, was deine Seite langsam macht. Ist aber eher was für Entwickler.

Diese Seite hier ist – überraschender Weise – mit WordPress gebaut. Wir benutzen das Theme Astra, das auf Performance achtet und trotzdem viel bietet und haben das Plugin (Achtung! Insgesamt so wenig Plugins wie möglich, bitte!) Autoptimize installiert. Damit kannst Du Deine Seiten deutlich kleiner machen und Bilder nach Shortpixel auslagern.

Das beschleunigt deine Seite enorm, macht deine Benutzer glücklich, erhöht Dein Lighthouse Ergebnis (wir haben hier 96% Desktop) und besonders: Produziert weniger CO2!

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